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Läufer Burnout – Was dahinter steckt und 3 Tipps zur Prävention

Das Läufer Burnout ist viel mehr als fehlende Motivation. Was dahinter steckt, wenn du nicht mehr laufen willst und 3 präventive Tipps, die helfen können

Läufer Burnout – was, wenn man nicht mehr laufen will?

Läufer Burnout – was ist das?


Was tun, wenn man nicht mehr laufen kann? Diese Vorstellung ist wohl eine der Schlimmsten für alle Läufer, allerdings kann sie schnell zur Realität werden. Ich greife an dieser Stelle ein hoch sensibles Thema auf, das weit mehr ist, als fehlende Motivation oder akute Unlust zum Laufen. Doch was ist das Läufer Burnout eigentlich? Wie kann es entstehen und viel wichtiger: Wie kann man es vermeiden?


Symptome – So entsteht das Läufer Burnout


Jeder wurde wahrscheinlich schon einmal mit dem Begriff „Burnout“ im Leben konfrontiert. Allerdings geht es an dieser Stelle nicht um den Stress, einer Überlastung oder um Krisen am Arbeitsplatz und im Alltag, sondern um persönliche Krisen beim Laufen. Erfolgsdruck, zu viel Übereifer oder fehlende Pausen können dazu führen, dass wir unseren Körper und unsere Seele überlasten. Wer beim Laufen mit Misserfolgen zu kämpfen hat, die immer häufiger zur Frustration und zu depressiver Stimmung führen, der wird des Laufens müde. Massive Erschöpfung und fehlender Ehrgeiz sind die Folge. Kurzum: Das Laufen, was uns einst so sehr erfüllt und glücklich gemacht hat, wird zur Last. Nichts geht mehr.


Die Hauptursachen für ein Burnout beim Laufen sind demnach:



Der Weg ins Läufer Burnout passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist ein längerer Prozess, der irgendwann das Faß zum Überlaufen bringt. Das hat eine gute und eine schlechte Seite: Die gute Seite ist, dass wir es früh genug erkennen können – vorausgesetzt, wir nehmen die Symptome ernst. Die schlechte Seite: Auch wenn wir die Symptome erkennen, so ist es durchaus schwer, den Kreislauf zu durchbrechen – woher wissen wir, dass es sich nicht um bloße Demotivation handelt, die bald wieder vorbei ist? Diese ist selbst bei Profiläufern keine Seltenheit. Die Frage, die wir uns stellen sollten ist also: Wie können wir dem Läufer Burnout davonlaufen? Was können wir präventiv tun, um erst gar nicht in einen Zustand der Erschöpfung zu geraten?


Lese hier: Kürzer treten beim Laufen – wie ich meine innere Balance wiederfinden werde


3 präventive Tipps, wie man das Läufer Burnout vermeiden kann


Wichtig ist zunächst, dass du jegliche Art von Übertraining beim Laufen vermeiden solltest. Hierzu habe ich bereits einen Blogartikel verfasst. Wenn es dir mal passieren sollte, gerate nicht in Panik– so schnell kannst du nicht in das Läufer Burnout hineingeraten.

Was du noch präventiv tun kannst, damit du der psychischen und körperlichen Erschöpfung entgehen kannst, sind folgende 3 Dinge:


1. Vergiss nicht, dir hin und wieder Ziele zu setzen

Keine Frage: Das Laufen soll dir Spaß machen. Aber wer Tag ein und Tag aus einfach nur so vor sich hin läuft, dem kann die Eintönigkeit zum Feind werden. Zusätzliche Ziele geben uns nicht nur neue Motivation, sie ermöglichen uns Schritte zur Selbstverbesserung, bringen uns an unsere Grenzen und sorgen darüber hinaus sogar für Überraschungsmomente. Ihr merkt schon: der Mix macht’s. Wem das zu viel ist, der sollte hin und wieder seine Laufroutine ändern: bereits andere Laufstrecken können einen großen Unterschied machen.


2. Durchbreche deinen Trainingsalltag

Manchmal wollen wir doch alle nur eins: Dem Alltag entfliehen. Warum machen wir gleiches nicht auch mit dem Trainingsalltag? Vergiss die Longruns, die Bestzeiten, den nächsten Tempolauf. Power dich aus, wenn du so richtig Lust dazu hast. Genieße die Regeneration, wenn du dich nicht motiviert fühlst. Uns Läufern fällt es schwer, die Routine zu durchbrechen und eine Art von Genuss in den Nicht-Läufen zu finden. Aber: Verzicht ist hin und wieder die beste Prävention des Läufer Burnouts.


3. Erkenne zu viel Ehrgeiz

Jedes Burnout beginnt damit, dass man sich selbst zu viel zumutet, als der eigene Körper tragen kann. Auch wenn wir noch so motiviert, ehrgeizig oder gut drauf sind, bewahrt uns das nicht vor einem Sturzflug – ganz im Gegenteil. Zu viel Eifer und Ehrgeiz führt dazu, dass wir die Signale des Körpers nicht mehr eindeutig filtern können. Auf eine neue Bestzeit folgt ein erfolgreicher Wettkampf, darauf folgt eine neue Bestzeit. Doch genau diese Abfolge kann zum Läufer Burnout führen. Höher, schneller, weiter – wo sollen wir am Ende nur hin? Verletzungen sind hierbei wahrscheinlich das kleine aller Übel. Deshalb gilt: Stoppe dich selber, deinem Körper zuliebe.


Lese hier: 5 körperliche Symptome, bei denen du eine Laufpause machen solltest


Burnout bei Läufer*innen – wer ist besonders anfällig?


Prinzipiell kann das Burnout jeden Läufer treffen. Vor allem die, die zu wenig Laufpausen machen und sich zu den meisten Trainingseinheiten stets zwingen müssen laufen Gefahr, in die Burnout-Falle zu tappen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer sich kaum selbst motivieren kann und nur noch die Laufschuhe schnürt, weil es im Trainingsplan steht, der wird schon bald einer antriebslosen Gesamtstimmung verfallen. Den inneren Schweinehund jetzt noch zu überwinden, wird zu einem wahren Kraftakt, den nicht jeder Läufer gewinnen kann.


Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich Gottseidank noch kein Läufer Burnout hatte. Wenn die Motivation mal so gar nicht vorhanden war, dann kam sie nach spätestens 1-2 Wochen wieder zurück. Sobald dir also das Laufen keinen Spaß mehr macht und du nicht mehr willst, lass die Laufschuhe im Schrank. Es hat weder Sinn noch Zweck, sich zu quälen und irgendeine Art von Leistung aus sich heraus zu kitzeln.