• Nele Doerk

Untergrund zum Laufen – der ideale Laufboden und welchen ich beim Laufen bevorzuge

Gibt es den perfekten Untergrund zum Laufen? Welche Vor- und Nachteile bestimmte Laufböden haben und warum ich am liebsten auf Asphalt laufe

Untergrund zum Laufen – auf Asphalt laufe ich am liebsten

Laufen auf verschiedenem Untergrund


Jeder Mensch läuft anders. Einige lieben ein schnelles Tempo, andere präferieren langsame Läufe. Der einige mag Trailrunning, der andere lässt Bergläufe lieber außen vor. Gleiche Vorlieben gibt es übrigens auch bezüglich des Laufuntergrundes – und nein: es ist nicht das Gleiche, ob ich auf Waldboden, Asphalt, Gras oder Kieswegen laufe. Dieser Annahme wegen, möchte ich euch heute einiges zum Thema „Untergrund zum Laufen“ darstellen und euch außerdem erklären, wieso ich Waldböden nicht leiden kann.

Eines vorweg: es gibt nicht den idealen Laufboden. Viel mehr kommt es auf ein Zusammenspiel von Distanz, Laufschuhen und die Art der eigenen Gewohnheit ein. Auch die Anatomie des Menschen spielt hierbei eine tragende Rolle. Läufer, die wie ich an leichter Überpronation leiden, sollten aus Liebe zur inneren Fußsehne eher auf das Laufen auf sehr weichem Untergrund verzichten.


Laufen auf dem Laufband


Ich habe bereits in einem anderen Blogbeitrag über die Vor- und Nachteile beim Laufen auf dem Laufband geschrieben. Aus diesem Grund wird das Thema hier nur kurz angerissen. Laufbänder sind im Normalfall sehr gut gedämpft – die zusätzliche Kontrolle beim Laufen sowie das gleichmäßige Tempo können für viele erleichternd sein. Dennoch: Mehr als 10 Kilometer lassen sich aufgrund der Monotonie für mich kaum aushalten. Da ist es in der freien Natur doch viel schöner.


Laufen auf Gras – lieber barfuß


Ich selbst habe es bisher noch nicht ausprobiert, aber viele Läufer schwören auf das Barfußlaufen im Gras. Der Grund: Der weiche Boden stärkt die Unterfuß- und Wadenmuskulatur. Allerdings mit Bedacht, 5-10 Minuten reichen völlig aus. Demnach gilt: Ab und zu eine kleine Runde barfuß laufen tut Körper und Seele gut.


Laufen auf Schnee


Es kann so wundervoll in den Ohren knistern – aber auch sehr gefährlich sein. Ich selbst laufe unheimlich gerne auf Schnee, aber stets um die 30 Sekunden pro Kilometer langsamer und noch bedachter: denn der Schnee kann stellenweise glatt oder auch gefroren sein, sodass er nicht nachgibt und der Fuß ungünstig umknicken kann. Am besten und ungefährlichsten eignet sich frischer Pulverschnee – hach ja…

Schuhe mit Profil und warme Kleidung nicht vergessen!


Lese hier: Joggen im Winter – diese 5 Dinge habe ich beim Laufen im Schnee gelernt


Laufen auf unebenen Trails und Waldboden


Laufen auf Waldboden gehört definitiv nicht zu meinen Favoriten. Zu weich, zu uneben und für mich persönlich nicht angenehm. Stabilität ist meinen Füßen ein Fremdwort, aber genau diese benötigt man für das Trailrunning. Natürlich lässt sich diese mit dem passenden Laufschuh verbessern und auch Übungen können helfen, den Fuß zu stärken. Dennoch laufe ich auf unebenem Boden viel zu vorsichtig – da fällt mir Spaß zu haben schwer. Deshalb gilt: Wer auf Trails läuft, der muss noch bewusster und achtsamer laufen und benötigt eine Menge Übung. Das Positive: Unebenes Laufen schult vor allem die Koordination. Passende Trailschuhe mit griffigem Profil und Schmerzfreiheit sind hierbei jedoch ein Muss!

Laufen auf Waldboden – an der Isar ist es gerade noch in Ordnung für mich

Laufen auf der Tartanbahn


Als ich noch in Hamburg gewohnt habe, bin ich sehr oft auf der Tartanbahn gelaufen – weil es bereits früh morgens sehr angenehm war, die Monotonie mir ziemlich guttat und ich perfekt meine eigenen Grenzen austesten konnte. Heute gehe ich nur noch selten auf die Tartanbahn, aber wenn, dann für Intervalle. Der Untergrund ist gedämpft und ich empfinde ihn als sehr angenehm. Wer von euch noch niemals auf der Tartanbahn war, der sollte sich unbedingt einmal diesem Laufgefühl hingeben.


Mein Laufen auf Asphalt: Die Vor- und Nachteile


Ebener Untergrund, wenig bis gar keine Dämpfung und perfekt für schnelle Tempo-Einheiten: Asphalt ist der Untergrund, der so gut wie bei jedem Lauf-Wettkampf am meisten vorherrscht. Zudem ist Asphalt mein absoluter Favorit in Sachen Laufböden. Aber Vorsicht: Achtet hierbei unbedingt auf Laufschuhe, die eine optimale Dämpfung bieten. Bei mehr als 1,5 h Laufen macht sich die fehlende Dämpfung sonst in euren Knien oder im unteren Rücken bemerkbar. Deshalb ist es für Laufanfänger wichtig, nicht allzu lange Strecken auf Asphalt zurückzulegen, damit sich die Muskeln und Knochen an den härteren Aufprall gewöhnen können.


Ich bin es mittlerweile mehr als gewohnt, auf Asphalt zu laufen und fühle mich absolut sicher und auch wohl. Und wie gesagt: Gas geben funktioniert auf Asphalt wunderbar und die Gefahr, dass man umknickt, ist ziemlich gering.

Übrigens: Ich selbst absolviere auch sehr gerne Regenerationsläufe auf Asphalt mit meinem Nike Joyride. Damit fühlt es sich übrigens so an, als würde man auf weicherem Untergrund laufen – mit dem Unterschied, dass man nicht umknickt.


Lese hier: Regenerative Läufe – wie sinnvoll Erholung ist und wie Regenerationsläufe funktionieren


Der ideale Untergrund zum Laufen – die Mischung macht’s


Mein Tipp an euch: Testet euch durch die verschiedenen Laufböden durch und hört in euren Körper hinein – welcher Untergrund fühlt sich besonders gut an? Welcher Untergrund bremst euch eher aus? Achtet unbedingt auf die verschiedene Auswahl eurer Laufschuhe und falls ihr wie ich die Asics Metaride besitzt: Die sind auf Waldböden und Kies einfach nicht gut! Lasst es sein. Ansonsten gilt wie immer: Laufschuhe an und los!

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