• Nele Doerk

Obacht: 8 Fehler, die du beim Laufen vermeiden solltest

Aktualisiert: 21. Aug 2019

Beim Laufen passieren hin und wieder einige Fehler – auch mir. Diese 8 Lauffehler solltest du versuchen zu vermeiden

Diese Fehler beim Laufen macht jeder – vermeide sie

Unbewusste Fehler beim Joggen


Ich würde einfach mal behaupten, dass kein Läufer perfekt ist – geht ja auch gar nicht. Jeder macht des Öfteren unbewusst Dinge, die vielleicht beim Laufen nicht optimal sind. Diese Fehler schaden dir zwar nicht, aber manchmal bringen sie dich im Lauftraining auch nicht weiter. Einigen dieser Fehler beim Laufen habe ich schon einen ganzen Blogbeitrag auf runnerfeelings.com gewidmet. Vielleicht kommen dir also einige Punkte bekannt vor. Ich selbst ertappe mich immer wieder dabei, wie ich viel zu oft auf meine Laufuhr schaue – warum auch das ein unbewusster Fehler ist, erkläre ich euch im Folgenden.


8 Fehler beim Laufen, die man vermeiden sollte


1. Viel Laufen verbessert den Trainingseffekt

Die Devise „viel hilft viel“ gilt womöglich bei machen Dingen im Leben – aber nicht beim Laufen. Vor allem Laufanfänger nehmen an, dass je öfter man läuft, desto besser sei der Trainingseffekt. Falsch! Der Körper und auch die Seele benötigen Laufpausen, damit die Regeneration erfolgreich abgeschlossen werden kann. Wer jeden Tag laufen geht, der kann schnell im Übertraining enden. Natürlich macht die Dosis das Gift: Wer jeden Tag 3-5 Kilometer laufen geht – ja gut. Wichtig ist, dass man auf seinen Körper hört und Signale des Übertrainings erkennt: ein zu hoher Puls, Erschöpfung, schwere Beine, eventuell Schienbeinschmerzen & Co. sollten nicht ignoriert werden.


Lese hier: Schmerzen beim Laufen – pausieren oder ignorieren?


2. Stabi-Training zu selten machen

Ich gebe zu: Stabi-Training mache ich viel zu selten und das ist ein großer Fehler. Wenn ich es mal ein paar Wochen konsequent durchziehe dann merke ich, wie sich mein Laufstil und meine Körperhaltung beim Laufen nachhaltig verbessern. Stabi-Training stärkt die Balance, den Rücken und vor allem die Beinmuskulatur. Mit gezielten Stabilisationsübungen kannst du Lauf-Verletzungen vorbeugen.


3. Zu schnell loslaufen

Egal, wie sehr du motiviert bist – gebe nicht gleich zu Beginn alles, was in dir steckt. Ein zu schnelles Loslaufen kann einen Leistungseinbruch mit sich bringen, der dir später wertvolle Zeit kosten kann. Wähle zu Beginn ein gleichmäßiges Tempo, um in den Lauf hineinzukommen. Schneller werden kann man nämlich immer noch.


4. Beim Laufen zu sehr auf die Atmung zu fokussieren

Grundsätzlich ist es nicht falsch, sich beim Laufen auf die Atmung zu konzentrieren. Allerdings läuft diese im Prinzip ganz von alleine. Bewusstes Atmen kann den Körper nicht nur unter Druck setzen, sondern auch gegen die Laufleistung streben, wenn du langsamer atmen willst als eigentlich nötig. Atme einfach gerade heraus – manchmal braucht es ein paar (An)Läufe, bis es sich „richtig“ anfühlt.


5. Sich unter Druck setzen

Zu hohe Erwartungen an sich selbst und ein immenser Erfolgsdruck können sich nicht nur auf die eigene Psyche, sondern auch auf den Lauf auswirken. Ich merke hin und wieder, dass ich mir unbewusst Druck mache. Auch wenn ich mir „nur“ vornehme, einen Lauf von 10 Kilometern zu absolvieren, dann entsteht in meinem Kopf eine gewisse Vereinbarung mit mir selbst. Auch Trainingspläne können uns unbewusst unter Druck setzen und die Freude am Laufen nehmen. Versuche also möglichst den eigenen Druck gering zu halten – auch wenn es nicht immer möglich ist.


6. Jedesmal die Stammroute laufen

Jeder Läufer hat seine lieb gewonnenen Stammrouten. Das „Problem“: Die Strecke wird zur Gewohnheit, der Körper merkt sich die Steigung, die Kurven und auch den Untergrund. Zudem verführt uns eine Stammroute dazu, dass wir in gewohnte Lauf-Muster verfallen. Wir laufen im gleichen Tempo und können unsere Laufgeschwindigkeit nach Belieben jederzeit anpassen. Deshalb gilt: laufe auf neuen Wegen, das tut dem Kopf und dem Körper gut. Ungewohntes bringt neue Herausforderungen, die vor allem im Laufsport so wichtig sind.


7. Gehpausen als Schwäche empfinden

Diesen Fehler beim Laufen habe ich viel zu oft gemacht. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich einmal gesagt habe, dass ich um nichts in der Welt beim Laufen Gehpausen einlege – wenn ich aus der Puste bin, dann laufe ich langsamer. Was soll ich sagen – gewisse Umstände haben Gottseidank dazu geführt, dass ich in mein Lauftraining bewusst Gehpausen integriert habe. Die Galloway-Methode fordert sogar solche Pausen. Seht das Ganze als nicht als Schwäche, sondern nutzt die Geh- oder Trabpausen sinnvoll für euer Lauftraining.


8. Zu oft auf die Laufuhr schauen

Ich muss zugeben, dass ich gar nicht mehr ohne meine Laufuhr die Runden drehe. Sie hilft mir bei der Vorbereitung für einen Wettkampf und gibt mir einen Überblick über meine Leistungsdaten. Allerdings solltet ihr es euch abgewöhnen, bei jedem Lauf ständig auf die Uhr zu schauen. Dies lenkt euch von der eigentlichen Konzentration beim Laufen ab und verhindert das „Loslassen“ der Gedanken. Außerdem vergesst nicht: Auch eine Uhr macht Fehler! Vielleicht setzt ihr euch unnötig unter Druck, weil die Anzeige eurer Pace für euch nicht befriedigende Werte anzeigt. Diese müssen aber nicht mal stimmen. Deshalb gilt: Genießt eure Läufe auch mal ohne den Blick auf die Uhr – ganz gleich, ob ihr Laufanfänger oder Profi seid.

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