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  • Nele Doerk

Lauferfolge 2019: Was man nach einem Jahr Lauftraining erreichen kann – und was nicht

In einem Läuferjahr kann man einiges erreichen. Einiges aber auch nicht. Welche Lauferfolge ich 2019 gefeiert und was ich gelernt habe

Meine Lauferfolge 2019 waren ... anders als geplant / Foto: @melli.zen

Lauferfolge – was ist in einem Laufjahr möglich?


Es versteht sich eigentlich fast von selbst, dass man mehr erreichen kann, wenn man mehr trainiert. Härter trainiert. Über seine Komfortzone hinaus wächst. Das hatte ich definitiv vor, aber dieses Jahr hatte für mich eine andere Priorität: einfach laufen. Dankbar sein, laufen zu können. Diese Erkenntnis hat bei mir allerdings ein gutes halbes Jahr gedauert. Naja, besser spät als nie, oder? Ich will das Jahr noch nicht abschließen, es bleiben ja noch in paar Tage und wer weiß, was man da noch rausholen kann.


Nichtsdestotrotz konnte ich nach einem weiteren Jahr Lauftraining einige persönliche Erfolge feiern – einige jedoch auch nicht. Meinen Traum, den Halbmarathon im Disneyland Paris zu laufen, konnte ich mir nicht erfüllen. Auch den Halbmarathon im April musste ich absagen. Kurzum: Keine 21,1 Kilometer für mich in diesem Jahr. Dafür habe ich andere Erfolge feiern können und Dinge gelernt, die weitaus wichtiger sind als jede Bestzeit es hätte sein können.


Ein Jahr Lauftraining – diese Dinge habe ich gelernt


Was hast du nach einem Laufjahr (neues) gelernt? Welche Erfolge hast du für dich persönlich gefeiert? Vielleicht war es dein erster Marathon, eine neue Bestzeit oder einfach dein allererster Lauf. Diese Dinge erreicht man in erster Linie mit Motivation und Training. Manche Dinge, die lernt man beim Laufen auf unangenehme Art, durch unbewusste Wahrnehmung oder auch einfach durch Zufall.


  • Den Umgang mit Niederlagen lernen

Zwei verpasste Wettkämpfe, keine 21,1 Kilometer in diesem Jahr. Für mich persönlich war das eine gewisse Niederlage, die ich mittlerweile jedoch eher als Chance sehe. Eine Chance, mit Misserfolgen umzugehen, neue Möglichkeiten zu entdecken und mehr über meinen Körper zu lernen. Ob ich noch immer ein wenig frustriert bin, weil es mit den 21,1 km dieses Jahr nicht geklappt hat? Ja. Ob ich in nächstem Jahr die 21,1 Kilometer laufen werde? Sowas von ja!


  • Neue Bestzeiten aufstellen ohne „Absicht“

Manchmal wird aus dem Gedanken „ich werde einfach ganz locker loslaufen und gesund ankommen“ eine neue Bestzeit. Dies ist mir 2x in diesem Jahr widerfahren, auf der 5 Kilometer-Distanz. Ohne Erfolgsdruck lassen sich ungeahnte Potentiale entdecken, die in uns schlummern. Also einfach mal mehr „einfach laufen“, anstatt „ich will laufen“. Tut ganz gut, ehrlich.


Lese hier: "Ich muss laufen" – Warum wir das "Müssen" beim Laufen streichen sollten


  • Ein neues Laufgefühl entwickeln

Mir ging es bis August/September 2019 gesundheitlich garnicht gut. Das ist hier und dort in meinen Blogbeiträgen zum Vorschein gekommen; auch, dass ich mich aktuell auf dem Weg der Besserung befinde und meine Laufroutine umgestellt habe, habe ich mit euch geteilt. Unter’m Strich habe ich durch diese Erfahrungen ein völlig neues Laufgefühl entwickeln können. Ich bin nicht nach irgendeiner Pace gelaufen, habe mir keine Distanzen für meine Läufe gesetzt – mein Credo: ich laufe, wie ich kann und wie mein Körper es möchte. Glaubt mir, es fiel mir nicht leicht. Außerdem ist es schwierig, in diesen Situationen zwischen fehlender Motivation und einem körperlichen „Nein“ zu unterscheiden. Es war nicht leicht. Longruns lieber sein zu lassen, stattdessen ohne Ziel loszulaufen. Nichtsdestotrotz: Mein Körper hat es mir gedankt. Ich habe es geschafft, meinen Puls beim Laufen zu senken, kurze Distanzen schnell zu absolvieren und aufzuhören, wenn es an der Zeit war. Und hey, auch kurze Läufe machen Spaß! Hätte ich niemals gedacht, aber dieses neue Laufgefühl hat mir so manche Türen geöffnet.


  • Man muss nicht immer Vollgas geben

Ich habe mich beim Barmer Womens Run gegen die 7 Kilometer und für die 5 entschieden, habe, wenn ich die Wahl zwischen einem langen Lauf und einem kürzeren hatte, den kürzeren gewählt. Wieso? Weil man nicht immer 100% geben muss. Ich habe jedesmal nach Gefühl entschieden, nicht nach Ehrgeiz. Wenn ich das so lese dann kann ich es selbst nicht glauben. Ich hätte mich immer für mehr entschieden, da ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin. Aber ich bin auch vernünftig – wohl vernünftiger geworden. Das Wichtigste ist, dass man Läufe immer mitbringen Lächeln beendet. Immer.


Lese hier: Kürzer treten beim Laufen: Wie ich meine innere Balance wiederfinden werde


Meine Läufe 2019 – ein kurzer Rückblick


Ich bin gerade kurz selbst überrascht, dass ich trotz meiner „Auszeit“ tatsächlich 5 Lauf-Wettkämpfe absolviert habe. Und ich bin auf jeden wahnsinnig stolz. Und im nächsten Jahr stehen dort wieder die 21,1 Kilometer.


Wings for Life World Run im Mai 2019

15,5 Kilometer, Pace: 5:47 min/km

Bavarian Run im Juli 2019

5 Kilometer in 25:38 Minuten

Barmer Womens Run im September

5 Kilometer in 25:19 Minuten

Generali München Marathon im Oktober 2019

10 Kilometer in 56:25 Minuten

Bestzeiten Marathon im Oktober 2019

10,5 Kilometer in 58:38 Minuten (10,7 Kilometer laut Laufuhr)