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  • Nele Doerk

Mindset – wie wichtig unser Kopf beim Laufen ist

Aktualisiert: 4. Aug 2019

Mindset beim Laufen: Sportliche Motivation, Leistung und Erfolg fallen und stehen mit dem Mindset. Wie ich lerne, mein Mindset zu optimieren


Mindset – starke Gedanken, starke Läufe

Mindset beim Laufen: Der Weg zum Erfolg


Als ich das Thema dieses Artikels niedergeschrieben habe, musste ich kurz schmunzeln. Es ist noch gar nicht so lange her, da habe den Zusammenhang zwischen „Kopf“ und „Leistung“ als totalen Schwachsinn empfunden. Für mich schien immer klar zu sein, dass Leistung durch Training erfolgen muss und wird, und der Kopf damit nichts zutun hat. Doch wie sagt man so schön? Man lernt im Leben zwar nicht immer aus Fehlern, aber dafür lernt man nie aus.


Unterbewusstes Mindset – so nutzt du es beim Laufen


Das Mindset ist von Anfang an vorhanden, auch wenn wir es bewusst nicht wahrnehmen. Ein Beispiel: Wenn ich morgens meine Laufschuhe schnüre und mir vornehme, 10 km zu laufen, dann entsteht diese Entscheidung im Kopf. Ich laufe los, möchte unbedingt eine Pace einhalten und schaue kontrolliert auf meine Laufuhr. Passt. Was ich niemals und um keinen Preis mache ist, beim Laufen stehenzubleiben. Weder zur Erholung, noch zum Fotos machen; ich ziehe stets mein Training durch und das ohne diesen Kompromiss. Wenn nichts mehr geht, dann wird eben langsamer gelaufen. Das Interessante an der Sache: Diese Einstellung ist bereits mein Mindset, bei jedem Lauf. Allerdings denke ich da kaum drüber nach, für mich ist es wie eine goldene Regel.


Ganz anders reagiere ich jedoch, wenn etwas mal nicht so klappt wie es soll. „Vielleicht wären 14 km drin gewesen, aber es war draußen zu heiß und ich hatte Durst“, oder „Irgendwie sind meine Beine müde und schlapp, mehr Kilometer waren nicht drin.“ Alex’ Standard-Reaktion: „Das ist Kopfsache, jeder Körper kann das schaffen.“ Meine Reaktion: „Was ist daran Kopfsache, wenn ich Durst habe, habe ich Durst und muss etwas trinken.“ Heute weiß ich: Das Gefühl, Durst zu haben und das Wissen, dass der Körper wirklich Wasser benötigt, sind zwei verschiedene Dinge.


In einem Workshop bei den Adidas Runners habe ich gelernt, dass selbst das „Gefühl“ oder das „Tun als ob“ etwas zu trinken, den Kopf bereits befriedigen kann. Das ist Mindset. Mit diesem Gedanken übersteht man auch Wettkampfläufe, die die 10 Kilometer-Marke überschreiten.


Das eigene Mindset erkennen und optimieren


Bei mir hat das Erkennen, bzw. die Akzeptanz des Mindsets ein wenig gedauert. Und auch jetzt tue ich mich ab und zu schwer, die eigene Leistung und mein Können an mein Mindset zu knüpfen. Das merke ich besonders vor Wettkämpfen wenn ich denke, nicht gut genug vorbereitet zu sein. Ich realisiere erst im Ziel, dass ich meine Zielzeit vielleicht nicht (nur) aufgrund meiner Leistung, sondern (auch) durch mein Mindset erreicht habe. Wobei das natürlich erst Recht eine Glanzleistung ist.


Wie aber optimiert man sein Mindset? Was mir geholfen hat waren Kurse, die sich mit Mentalcoaching auseinander gesetzt haben. Das Wichtigste hierbei: Man muss sich darauf einlassen können. Hierbei lernt man auch Denkweisen, die auf den ersten Blick nichtig erscheinen, aber dennoch absolut sinnvoll sind. Mein Favorit ist die folgende: Wenn ich einen Longrun vor mir habe dann denke ich nicht „Ich hab noch 6 Kilometer vor mir bis zum Ziel“, sondern „Ich habe schon 10 Kilometer geschafft“. Gleiches gilt für anstrengende Steigungen, die vor dem Auge liegen. Was letztendlich zählt, ist damit anzufangen und sich hinterher über den eigenen Erfolg freuen. Denn dann beweist man sich immer und immer wieder, dass man alles schaffen kann, was man will!


Ziele setzen wir uns mit dem Willen und dem Herzen, umsetzen tun wir es letztendlich mit dem Kopf.

Checkliste für deinen Weg zum starken Mindset


  1. Neue Herausforderungen annehmen und nicht auf Gewohnheiten ausruhen

  2. Geduldig sein (meine größte Schwäche!). Aufgaben bewältigen sich nicht von heute auf morgen, vor allem nicht im Sport. Und ganz ehrlich: Das wäre doch auch langweilig, oder?;)

  3. Misserfolge und Rückschläge akzeptieren (auch nicht so mein Ding)

  4. Achtsamkeit lernen: Versuche hin und wieder deine letzten Läufe zu analysieren und finde die Punkte, in denen dein Mindset dir weitergeholfen hat. Dann optimiere genau diese

  5. Du selbst bist dein größter Fan – lobe dich und sei stolz auf deine Entwicklungen




Fotocredits: foodspring, privat * unbezahlte Werbung