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  • Nele Doerk

10 Gedanken, die jeder Läufer hat, der mit (s)einem Partner läuft

Diese Gedanken kommen mir relativ häufig, wenn ich mit einem Laufpartner laufe – und das ist ganz normal


Gedanken beim Laufen

Hand aufs Herz: Wie leicht fällt es euch, wenn ihr mit jemandem zusammen lauft, dass ihr euch nur auf euch selbst konzentriert?

In einem anderen Artikel habe ich bereits erzählt, wie ich persönlich zum Thema „Laufpartner“ stehe. Gemeinsam laufen ist eine Sache der Gewohnheit und je öfter man das tut, desto mehr lernt man „mit sich selbst“ zu laufen und den Laufpartner einfach anzunehmen. ;)


Ab und zu gelingt es mir ganz gut, dass ich mich einfach auf mein Tempo und eine regelmäßige Atmung konzentrieren kann, obwohl dort jemand neben mir herläuft – oder manchmal auch vor mir. Es gibt allerdings auch Tage, da fällt es mir gar nicht so leicht den Anderen ein wenig auszublenden und meine Gedanken kreisen zu lassen. Denn diese tun dann meistens nur eines: Druck in mir selbst aufbauen und mich kirre machen.


Ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige Läuferin bin, der das so geht und das beruhigt mich ehrlich gesagt sehr. Was in mir vorgeht, wenn ich mit einem Laufpartner unterwegs bin, habe ich deshalb für euch einmal zusammengestellt.


10 Gedanken, wenn man mit einem Laufpartner läuft


1. „Wieso bin ich eigentlich die einzige, die schon schwitzt?“

Selbst bei 5 Grad, im Schatten: Mir läuft der Schweiß bereits in Lichtgeschwindigkeit nicht nur den Kopf herunter.


2. „Hoffentlich denkt er nicht, ich laufe zu langsam.“


3. „Na toll, jetzt läuft er wieder vor mir – los, schneller Nele!“


4. „Muss ich mich jetzt unterhalten?“


5. „Ich pruste bestimmt wie ein Elefant.“


6. „Wieso hatte ich noch gleich die Idee, ein gemeinsamer Lauf wäre gut?“


7. „Was esse ich später eigentlich?“


8. „Och ne, die Treppenstufen wollte ich jetzt nicht laufen – den Berg auch nicht.“


9. „Gleich am Ziel – ob es für ihn langweilig war?“


10. „DONE! Okay, so schlimm war es jetzt doch nicht.“


Von Laufgedanken lernen

So lustig, ernst und manchmal auch schwachsinnig diese Gedanken sind, lässt sich mit ihnen – ob positiv oder negativ – eine Menge anfangen: man selbst kann das Mindset damit trainieren, zum Beispiel bei Punkt 2. Dieser Gedanke kommt schnell: Dass das eigene Tempo nicht gut genug sein könnte, ist nicht nur totaler Humbug, sondern auch ungesund für das Training alleine oder zu zweit. Auch wenn ich das weiß, überkommt mich dieser Gedanke hin und wieder – aber Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Auch der Laufgedanke „Na toll, jetzt läuft er wieder vor mir – los, schneller Nele!“ ist wichtig für das Learning und darf(!) auftreten.

Mit der Zeit lernt man, diesen Gedanken umzudrehen und ein „Pah, ich kann mit dir mithalten“ aus der ganzen Situation zu machen. Wie viele Läufe ich gebraucht habe, um das zu erkennen? Sehr viele...


Wichtig sind zwei Dinge: Erstens, diese Gedanken zuzulassen, zu akzeptieren und sich nicht darüber aufzuregen – sie dürfen zu dir gehören. Zweitens, diese Gedanken zu nutzen und aus ihnen zu lernen. Oder wie man auch sagen kann:


Still zuhören ist das eine, antworten das andere.